Donnerstag, 18. Mai 2017

Lass das Abenteuer beginnen

2.Post 2017

Mein Jahr 2017 fing erst richtig für mich im April an. Schlechte Angewohnheiten, hemmende Ängste und alte Muster über Bord werfen und neu anfangen. Mein Arbeitsvertrag lief aus und mein WG-Zimmer war gekündigt. Kartons packen, ausmisten und alles kündigen, was mich in irgendeiner Weise zurückhalten könnte. Die Vorbereitungen, wie Visa, Krankenversicherung, internationaler Führerschein und Kreditkarte etc waren schon abgeschlossen und warteten nun auf ihren Einsatz im neuen Kapitel……

Nach insgesamt 12 Stunden auf Achse kam ich in Chicago an und war trotz flauem Magen, bereit mich allen neuen Aufgaben und Erfahrungen zu stellen.
Weitere 3 Stunden Autofahrt brachten mich zum Ziel – Hier war ich nun mitten im Nirgendwo und hatte keinen Schimmer wo ich war.


Am nächsten Tag, nach ner guten Mütze Schlaf und einer ausgiebigen Dusche, erkundete ich dann die Stadt in der ich vorerst wohnen sollte. Alles ist einfach so viel größer in den USA – Unfassbar! Mit einer Flasche Shampoo kommt man hier sehr gut länger als einen Monat aus, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.
Nachdem ich den ersten Besuch im Supermarkt hinter mich gebracht hatte, hieß es Fahren lernen.



Meinen Führerschein habe ich seit 2011 und musste trotzdem gefühlt von neu anfangen. Rechts vor links? – Fehlanzeige! Wer zuerst kommt mahlt zuerst und die Schilder sagen dir schon worauf du achten musst. Auch nach ein paar Ausflügen mit dem Auto sind die Fahrweise und die breiten Straßen immer noch gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall ohne Angst zu bewältigen.









Dienstag, 16. Mai 2017

Planlos zum Ziel?

1.Post 2017 

Manchmal kommt man an einen Punkt an dem man sein ganzes Leben hinterfragt. 
Man hinterfragt, ob es richtig ist was man gerade macht, ob es der richtige Weg ist, 
den man eingeschlagen hat oder ob man sich auf dem Pfad „das richtige zu tun“ verlaufen hat. 
Man hinterfragt seinen Beruf, seine Träume und wie man diese erreichen wird und letzten Endes hinterfragt man die Situation in der man sich momentan befindet. 


Wie bin ich hierhergekommen? Hätte ich etwas anders machen sollen? Bin ich glücklich?


Geplagt von dem alltäglichen Rhythmus Aufstehen – Arbeiten – Essen – Schlafen, 
fing ich an  zu hinterfragen und  dachte mir, DAS kann doch nicht alles ein! -  Es muss noch mehr im Leben geben!


Während ich in den letzten Zügen meiner Ausbildung war, fing ich an zu überlegen, was wohl nach diesem weiteren abgeschlossenen Kapitel kommen mag. Für mich war es absolut keine Option den Beruf weiter auszuüben. 

Wie viele Male ich die Ausbildung schmeißen wollte, kann ich nicht sagen ( es waren zu viele Momente in denen ich gerne aufgegeben hätte ) doch trotzdem bin ich froh , dass ich sie beendet habe und meinen Frieden geschlossen hatte, als ich endlich das Zeugnis in der Hand hielt und wusste : „Da musst du nie mehr wieder hin“


Nachdem ich das Visum in der Tasche hatte, hieß es Tschüss zu der Stadt und den WG-Mitbewohnern zu sagen, in die ich vor 4 Jahren gezogen war, ohne auch nur eine einzige Person zu kennen.

 Ich versuchte so viel von meinen Sachen loszuwerden, wie ich nur konnte und begann gleichzeitig für ein neues Kapitel zu packen.


Das Abenteuer beginnt und dieses Mal ist es nicht nur eine neue Stadt in die ich ziehe, sondern bewusst ein Land in dem man nicht meine Sprache spricht.

Ich versuche mich jedes Mal ein Stückchen mehr zu pushen, mich herauszufordern und ich möchte sehen wie weit ich meine Komfortzone verlassen kann. 

Abgesehen davon das alles neu ist, viele Sachen in anderen Ländern anders verlaufen und man die einfachsten Dinge lernen muss, wollte ich schon immer eine zweite Sprache so gut beherrschen, dass ich sie fließend sprechen kann.





Ich bin unendlich dankbar dafür dass ich das machen kann, was ich gerade mache und hoffe dass ich auf diese Weise etwas mehr herausfinde, wohin mich mein weiterer Weg noch hinbringt.


Man braucht nicht immer einen Plan im Leben, ein Ziel reicht meistens schon ;-)